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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Maren Otte

Abstract der Dissertation:

Ziel des Promotionsvorhabens ist es, in biographisch-narrativen Interviews von Bildungsaufsteigern  Aufschluss über die Entstehung, Übertragung und Selbstaneignung milieu- und geschlechtsspezifischer Körperverhältnissen und Körperpraktiken zu erhalten. Leitende Frage ist dabei, welche Rolle die soziale Herkunft bzw. der Berufsstatus für die Entstehung und Entwicklung von Körperverhältnissen spielt. Dazu sollen die individuellen Haltungen zum Körper in Bezug auf und im Wechselspiel mit der jeweiligen Lebensgeschichte untersucht werden, z.B. wie in den Erzählungen über verschiedenen Lebensstationen und Bereiche wie Familie, Schule und Berufseinstieg/ Berufsleben Körper thematisiert wird. Zentrale Bedeutungsmuster und typische Herangehensweisen an den Körper sollen dabei in den Erzählungen herausgearbeitet und am Einzelfall sowie fallübergreifend im Hinblick auf milieu- und geschlechtsspezifische Formen analysiert werden. Schwerpunkt meiner Analyse ist die Rekonstruktion latenter Sinnschichten bzw. Schemata im Alltagswissen, die Rückschlüsse auf die (Körper-) Sozialisation ermöglichen. Ein weiteres Ziel ist es, zu untersuchen, welche Rolle Anerkennung und Anerkennungsnormen bei der Übertragung der Körperverhältnisse spielen. Hierbei interessieren mich vor allem  Spannungsfelder von sozialer Herkunft und aktuellem Berufsstatus, die sich als Widersprüche und Brüche in den Biographien/ und Erzählungen über Körperverhältnissen manifestieren.

Die Körper-Selbstverhältnisse werden im Sinne von Foucaults „Technologien des Selbst“ und Bourdieus Habituskonzept verstanden, bei der Subjekte durch milieu- oder geschlechtsspezifische „Prägungen“ auf sich und ihren Körper Bezug nehmen, auf sich einwirken, ihren Körper bearbeiten und sich selbst transformieren wollen. In Bezug auf Butlers Vorstellung von der Subjektivation, handeln die Akteure selbstbezüglich und sind somit selbst Teil des „Sozialisations-Prozesses“, in dem sie als Subjekte laufend formiert und teilweise auch transformiert werden.

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